Files
philips-tv-speicher-voll/diagnostics/system/system-inventory.md

8.8 KiB
Raw Blame History

Phase 1 – System-, Security-, Kernel- und SoC-Inventar

Stand: 2026-08-25. Ziel: Philips 43PUS7394/12 unter <TV_IP>:5555. Alle Geräteabfragen waren lesend; APK-, Fstab-, Init- und Kernel-Config-Pulls schrieben nur Kopien in den Host-Workspace. Es gab keinen Reboot, keine Property-/Settings-Änderung, kein adb root, keinen Fastboot-/Recovery-Wechsel und keine Exploit-Ausführung.

Bewertung: CONFIRMED = direkt beobachtet, LIKELY = starke Indizkette, POSSIBLE = offen/vereinbar, DISPROVED = im untersuchten Build direkt widerlegt.

Identität und Build

Merkmal Wert Bewertung
Modell Philips 43PUS7394/12; Android-Modellproperty TPM191E CONFIRMED
ADB-Produkt / Device PH9M_EA_5599 CONFIRMED
Firmware TPM191E_R.211.000.103.000 CONFIRMED
Android / SDK Android TV 12 / API 31; First API Level 28 CONFIRMED
Security Patch Level 2025-11-01 CONFIRMED als Property, nicht als Binärbeweis jedes Vendor-Backports
Build-ID / Incremental STT2.230526.001 / 4215 CONFIRMED
Buildzeit 2025-12-09 11:16:50 CST CONFIRMED
Fingerprint Philips/PH9M_EA_5599/PH9M_EA_5599:12/STT2.230526.001/4215:user/release-keys CONFIRMED
Buildtyp / Tags user / release-keys CONFIRMED
Debug/Secure ro.debuggable=0, ro.secure=1, ro.adb.secure=1 CONFIRMED
Priv-App-Permissions ro.control_privapp_permissions=enforce CONFIRMED
Treble / VNDK Treble true, Framework-VNDK 31, Vendor-VNDK 26 CONFIRMED

Seriennummern, Netzwerkadressen und andere eindeutige Gerätekennungen aus der vollständigen Propertyliste werden in diesem Bericht bewusst nicht wiederholt.

CPU, SoC und ABI

Ebene Befund Bewertung
CPU vier ARMv8-Cortex-A53-Kerne (CPU part 0xd03) CONFIRMED
Kernelarchitektur ARM64/AArch64 (CONFIG_ARM64=y, CONFIG_64BIT=y) CONFIRMED
Android-Userspace ausschließlich 32-Bit ARM: armeabi-v7a,armeabi, zygote32, keine 64-Bit-ABI CONFIRMED
Android-/Kernelplattform mt5887; CONFIG_MACH_MT5887=y, CONFIG_SOC_MEDIATEK_MT53XX=y CONFIRMED
Android-SoC-Property Hersteller Mediatek, Modell MT5690 CONFIRMED als Property
TPV-OEM-Chipproperty MT5599 CONFIRMED als OEM-Kennung
Physische Aliasbeziehung MT5887/MT5690/MT5599 nicht durch Chip-ID oder Herstellerunterlage bewiesen POSSIBLE, nicht gleichsetzen

Die belastbare Formulierung lautet daher: MediaTek-TV-Plattform mit mt5887-BSP und den zusätzlichen TPV/Android-Kennungen MT5599/MT5690.

Kernel und Härtung

Linux localhost 4.9.310-ab4215 #1 SMP PREEMPT
Tue Dec 9 11:04:39 CST 2025 armv8l
Compiler: Linaro GCC 5.5.0 (2017.10)

Der 32-Bit-armv8l-Maschinenstring kommt vom 32-Bit-Userspace; die gesicherte /proc/config.gz beweist einen ARM64-Kernel.

Merkmal Befund Bewertung
SELinux Enforcing; Development-/Disable-Code einkompiliert, aber nicht aktiv CONFIRMED
User namespaces nicht einkompiliert CONFIRMED
Userfaultfd nicht einkompiliert CONFIRMED
Kexec, /dev/mem, /dev/kmem nicht einkompiliert CONFIRMED
PAN / SW-TTBR0-PAN aktiv CONFIRMED
KASLR / relocatable kernel CONFIG_RANDOMIZE_BASE=y; kein nokaslr in der beobachteten Commandline, tatsächliche Entropie nicht separat gemessen CONFIRMED als Buildoption / LIKELY zur Laufzeit
Stack protector / hardened usercopy stark / aktiv CONFIRMED
Seccomp / Filter einkompiliert; ADB-Shell-Prozess meldete aktuell Seccomp: 0 CONFIRMED
Perf /proc/sys/kernel/perf_event_paranoid=3 CONFIRMED
Module Laden/Entladen einkompiliert; CONFIG_MODULE_SIG nicht gesetzt CONFIRMED; Shell besitzt dennoch weder CAP_SYS_MODULE noch einen nachgewiesenen Ladepfad
BPF BPF und BPF-Syscall einkompiliert; Runtimewert für unprivilegiertes BPF durch SELinux verborgen CONFIRMED / offen
Debugfs einkompiliert und gemountet; sensible Bereiche durch SELinux begrenzt CONFIRMED

Geladene proprietäre Module umfassen unter anderem dtv_driver, mtk_core, mali_kbase, fusion, tpvinput, Audio-, WLAN- und Videomodule. Das aktive Mali-Kernelmodul enthält r32p0-Buildpfade als starkes Basisindiz und den Vermagic-String 4.9.310-ab4215 ... aarch64; SurfaceFlinger meldet separat einen Mali-G51- Userspace-Stack r32p1. Die separate Sicherheits-/CVE-Triage ist aus dieser kuratierten Veröffentlichung ausgeschlossen.

Aktueller ADB-/Privilegkontext

Merkmal Befund Bewertung
Transport <TV_IP>:5555 device CONFIRMED
UID/GID UID/GID 2000 shell CONFIRMED
Gruppen unter anderem shell, input, log, adb, inet, readproc, uhid; kein root/system CONFIRMED
SELinux-Domain Shellkommando u:r:shell:s0; adbd u:r:adbd:s0 CONFIRMED
Shell-Capabilities Effective/Permitted/Inheritable/Ambient jeweils 0; Bounding Set 0xc0 CONFIRMED
adbd UID/GID 2000, keine effektiven/permitted Capabilities CONFIRMED
PID 1 UID/GID 0 und voller Capabilitysatz; nur Statuslesbarkeit, keine Kontrolle durch Shell CONFIRMED
su nicht in den geprüften üblichen System-/Vendorpfaden gefunden CONFIRMED als begrenzter Nichtfund
ADB liefert derzeit einen Root-Kontext nein DISPROVED

Die Init-Definition startet adbd mit der Option --root_seclabel=u:r:su:s0, und service.adb.root=1 würde USB zurücksetzen und adbd neu starten. Das ist noch kein Rootpfad: der Production-Build hat ro.debuggable=0, und adbd läuft tatsächlich als Shell ohne Capabilities. adb root wurde nicht ausgeführt, weil die lokale Init-Datei einen Verbindungs-/Daemon-Neustart belegt und der Test damit nicht garantiert rein beobachtend ist.

Boot- und Verified-Boot-Kurzbild

Merkmal Befund Bewertung
aktiver Slot _a CONFIRMED
A/B physische A/B-Partitionen, ro.build.ab_update=true CONFIRMED
System-as-root /dev/dm-0 auf /, ext4 read-only CONFIRMED
AVB AVB 1.2; vbmeta 1.0; Device State locked; Verified Boot green CONFIRMED
dm-verity enforcing; System/Vendor sowie mehrere TPV-Images verifiziert CONFIRMED
Dynamic Partitions kein super, feste physische Partitionen DISPROVED
separate recovery, cache, metadata, persist keine entsprechenden Partitionsnamen DISPROVED für dieses Layout
Recovery-Infrastruktur uncrypt, RecoverySystem-Service, BCB/misc, UpdateEngine, factory_a/b vorhanden CONFIRMED; genaue Recovery-Startart offen
Fastboot/Fastbootd keine entsprechenden Binaries im gemounteten laufenden Android-System gefunden und kein Transport sicher getestet POSSIBLE / unbekannt im Bootloader; fastbootd-basierter Dynamic-Partition-Pfad nicht belegt
öffentliches OEM-Unlock keine OEM-Lock-Binderinstanz, keine Unlock-Properties, keine offizielle Methode belegt POSSIBLE, aber aktuell nicht nachgewiesen

Die vollständige 63-Partitionen-Tabelle, Fstab-Auswertung und Mountmatrix steht in boot-inventory-agent.md.

Aktueller Speicher- und eMMC-Snapshot

Bereich Befund Bewertung
/data 5.089.920 KiB gesamt, 3.832.452 KiB benutzt, 1.136.332 KiB verfügbar, 78 % CONFIRMED
Android DeviceStorageMonitor NORMAL; low 260.603.904 Byte CONFIRMED
adoptierter USB 117.749.032 KiB gesamt, 116.529.664 KiB verfügbar, 1 % CONFIRMED
Installationsmodus 0[auto]; adopted private Volume gemountet CONFIRMED
Philips-Lifetime-Property 0x0a 0x0a CONFIRMED
unabhängiger Android-Wert storaged_emmc_info: [emmc 5.1,1,10,10] CONFIRMED
eMMC-Gesundheit eMMC 5.1; PRE_EOL 0x01 normal; Lifetime A/B 0x0a/0x0a = je 90–100-%-Bucket CONFIRMED

Der neue Storaged-Wert beweist: Der hohe Lifetime-Bucket ist kein bloßer Philips-Cache, aber der Reserveblockindikator steht noch auf Normal. Das ist kein Beweis eines unmittelbar bevorstehenden Hardwareausfalls. Details: emmc-analysis.md.

Phase-1-Grenzen

  • Direkte Reads von EXT_CSD, CID/CSD, /proc/partitions, Kernel-Dmesg und mehreren sysfs-/procfs-Sicherheitswerten werden durch DAC/SELinux blockiert.
  • SUID-/SGID-/world-writable-Scans liefen nur in für die Shell durchsuchbaren Bereichen; viele Executable-Labels verweigern bereits getattr. Es wurde kein nutzbarer SUID-/SGID-Pfad gefunden, eine mathematisch vollständige Abwesenheitsbehauptung ist aber nicht zulässig.
  • Kein echter Exploit und kein schreibender IOCTL-Test wurde durchgeführt.
  • Das späte Framework-SPL ist ein starkes nominelles Patchindiz, aber kein Binärnachweis des proprietären Kernel-/Mali-/MediaTek-Backportstands.